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Hellboy 7 + 8 – VÖ verschoben auf 4. Juni

Als Download sind die neuen Folgen schon ab dem 28. Mai erhältlich!

Hellboy 7 “König Volt / Weihnachten in der Unterwelt”
und Hellboy 8 “Baba Jaga / Sarg in Ketten / Köpfe” werden mit einer Woche Verspätung im Handel erscheinen.
Für Ungeduldige und Download-Fans gibt´s die Hörspiele aber schon ab Morgen bei Soforthören, bei i Tunes, Amazon und bei Musicload.

Endlich ist es soweit – der roteste aller Comichelden wird wieder auf die Menschheit losgelassen! und diesmal hat sich LAUSCH wieder etwas in der Hörspiel-Welt sehr ungewöhnliches ausgedacht: 
zum einen werden pro CD nicht ein Abenteuer des bekannten B.U.A.P Ermittlers, sondern 2 bzw 3 Kurzgeschichten pro CD veröffentlicht.
Und außerdem sind die 3 Kurzgeschichten der Folge 8 nicht, wie gewöhnlich, von unserem routinierten Hellboy-Script-Autor Robert Schlunze verfasst, sondern wurden als Scriptwettbewerb von LAUSCH in Koop mit der Seite www.hoerspiel-projekt.de ausgeschrieben.
Der Gewinner und somit Autor der Kurzgeschichten “Baba Jaga”, “Sarg in Ketten” und “Köpfe” heißt Franjo Franjkovic – der eine so überzeugende Arbeit ablieferte, dass er gleich der offizielle Autor aller 3 Hellboy Kurzgeschichten von Folge 8 wurde und nicht, wie eigentlich beabsichtigt, einer von 3 verschiedenen Autoren!

Und das ist der Mann von Folge 8 – Franjo Franjkovic.
Und wir wollten natürlich ein paar Dinge über ihn wissen:

Wie hast du zum Schreiben gefunden?
Der Wunsch zu schreiben ist bei mir aus der Leidenschaft für das Lesen erwachsen. Ich bin recht früh mit den Klassikern der Science-Fiction und Fantasy Literatur in Berührung gekommen, habe bspw. den Wüstenplanet-Zyklus verschlungen, als der Großteil meiner Altersgenossen noch Hanni und Nanni gelesen hat. Diese unglaublich großen Welten, diese Erzählungen, die mit einer spielerischen Einfachheit ganze Universen geschaffen haben, hatten es mir angetan und es dauerte nicht sehr lange, bis ich selber angefangen habe, mir kleine Geschichten auszudenken. Anfangs nur in meiner Vorstellung, später kam dann der Wunsch, diese Geschichten auch aufzuschreiben. Zwar nur gelegentlich, Mädchen und Fußball waren wahrscheinlich in der Jugend interessanter, aber hin und wieder einige kleinere Fragmente habe ich auch zu Papier gebracht. Das ging so, bis ich ins junge Erwachsenenalter kam, ab da packte es mich immer mehr, bis ich irgendwann in den Kurzgeschichtenbereich vorgedrungen bin. Meine erste „echte“ Kurzgeschichte war für mich dann auch wie ein Dammbruch, es ging immer weiter, ich schrieb regelmäßig und irgendwann kam der Gedanke, dass man die Leidenschaft für Hörspiele, doch mit der Leidenschaft zum Schreiben verbinden könnte und so bin ich letztendlich auch beim Hörspielprojekt gelandet.

Was machst du, wenn du gerade nicht schreibst?
Beruflich habe ich eine kaufmännische Ausbildung gemacht und bin auch bis heute in diesem Bereich unterwegs. Das ist weder spektakulär, noch rette ich damit die Welt. Millionen anderer Leute in Deutschland wissen ja wie das ist.
Privat steht die Familie an erster Stelle und der Fußball meines Sohnes nimmt auch einige Zeit in Anspruch, da ich aufgrund von Trainermangel sein Team übernommen habe. Das kann ich ohnehin jedem nur empfehlen, denn wer schon mal auf dem Platz stand und sich von Eltern und gegnerischen Betreuern beschimpfen lassen musste, denn kann so schnell nichts mehr schocken.
Musik ist bei uns zu Hause auch ein großes Thema, allerdings konsumieren wir alle nur, dafür aber in manchmal unerträglichen Dosen.
Dazu kommt noch eine große Leidenschaft für die Medien Film und Hörspiel, wobei die Faustregel gilt: Je düsterer und abgewichster, umso besser. Bücher verschlinge ich ohnehin ohne Unterlass, quer durch alle Genres, bevorzugt allerdings Sci-Fi und gute, düstere Thriller/Krimis. Dazu fällt mir eine kleine Anekdote am Rande ein: Ich war in einer Buchhandlung und eine übereifrige Buchhändlerin mittleren Alters wollte mir bei der Auswahl behilflich sein und fragte mich, was ich denn gerne lese. Meine Antwort: „Och… Sex und Gewalt.“
Trotz fortschreitenden Alters habe ich bis heute auch nicht die Leidenschaft für gute Games aufgegeben und bei Action-Adventures oder Survival-Horror Spielen lasse ich auch gerne den Controller glühen, ich bin aber genauso gut für jedes unterhaltsame Brettspiel zu haben.

Und warum ausgerechnet Hörspiele? Was verbindet dich damit, sind Hörspiele etwas besonderes für dich?
Ich glaube meine Hörspielhistorie unterscheidet sich nicht von der vieler anderer Kassettenkinder. Das Medium hat mich schon früh in seinen Bann gezogen und bis zum heutigen Tag auch nicht losgelassen. Leider kann ich zwecks Legendenbildung nicht behaupten, dass meine Hörspielleidenschaft mit einer der „coolen“ Hörspielreihen wie den „Drei ???“ ihren Anfang genommen hätte, denn es waren die Hörspiel-LP’s meiner Schwester von „Kimba, der weiße Löwe“, mit denen alles angefangen hat. Eine Serie, die ich tatsächlich nur noch als Hörspiel kenne, die TV-Serie habe ich bspw. nie gesehen.
Die Fragezeichen und TKKG kamen erst später dazu, aber dafür umso heftiger. Ich hatte Phasen, in denen nichts anderes aus den Lautsprechern schallte als die Hörspiele der drei Jungdetektive. Leider flogen alle MC’s in einem Anflug jugendlicher Gleichgültigkeit auf den Sperrmüll, was mich im nachhinein natürlich maßlos ärgert.
Das „Besondere“ am Hörspiel für mich ist das Bild, welches man in seinem Geist mitlaufen lassen kann, ohne eine visuelle Beschränkung in irgendeiner Form zu haben. Bei Filmen ist man auf das Bild angewiesen und in Büchern erstrecken sich die Umgebungs- und Personenbeschreibungen oft über mehrere Absätze. Das Hörspiel hält sich hier (zumindest in den meisten Fällen) dezent zurück, man kann sich von der Inszenierung mitreißen lassen und die Imagination arbeitet auf Hochtouren. Kein anderes Medium erhebt diesen Anspruch auf Exklusivität an den Geist und lässt einem gleichzeitig diese immensen Freiheiten.

In welchen Bereichen (Geschichten, Kurzgeschichten, Hörspiele…?) bist du schriftstellerisch tätig? Auch bei einer Zeitung oder „nur“ kreativ? Konntest du schon mal Geschichten kommerziell herausbringen? (Plaudere einfach mal ein wenig über deine Referenzen, was du da gern erwähnen möchtest usw. ;) )
Also ich schreibe in der Regel „nur“ kreativ, ich habe und hatte auch nie die Motivation etwas anderes in dieser Richtung zu machen. Das Schreiben von Fiktion beinhaltet ohnehin auch einen immer einen immensen Rechercheaufwand, deswegen wäre das Schritt wahrscheinlich nicht einmal so groß, aber mir fehlt schlicht das Interesse und die dafür nötige Ausbildung. Was die kommerziellen Verwertungen angeht, rollen jetzt langsam die ersten Sachen an. Da ich mich vorher nur im Kurzgeschichtenbereich aufgehalten habe, waren die Veröffentlichungsmöglichkeiten ohnehin eher begrenzt und über kurze Texte in kleinen Literaturmagazinen kam ich letztlich auch nicht hinaus.
Im Bereich Hörspiele ist der Hellboy-Skriptwettbewerb LAUSCH zweifelsohne das „größte“ Projekt, an dem ich bisher gearbeitet habe, bzw. die Produktion mit der größten Fanbase und letztlich auch besten kommerziellen Verwertbarkeit, was natürlich eine tolle Referenz für künftige Arbeiten ist.
Derzeit wird noch ein weiteres meiner Spielbücher von Detlef Tams und Sven Matthias umgesetzt, das Projekt befindet sich aber noch in einer frühen Produktionsphase, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das eine sehr coole Kiste wird, da mit Detlef und Sven zwei Profis am Werke sind und mit Gordon Piedesack schon ein fantastischer Sprecher mit an Bord ist.
Generell ist der Markt für Hörspiele allerdings recht schwierig, gerade für jemanden wie mich, der nur sehr limitierte technische Fähigkeiten hat und seine Geschichten nicht selbst vertonen kann. Man kann zwar bei vielen Labels anklopfen und nett mit den Produzenten schnacken, aber sobald der Satz „Hör mal, ich hätte da ein Konzept in der Schublade…“ spürt man sofort wie das Gespräch kippt und beim Gegenüber alle Abwehrmechanismen hochfahren, welche die menschliche Evolution hervorgebracht hat, ohne das man auch nur ein Wort zur Idee losgeworden ist.

Auf jeden Fall werde ich auch künftig weiter beim Hörspielprojekt mitmischen und dort auch Skripte vorstellen. Wir starten ja gerade mit der Produktion einer neue Mystery-Serie mit dem Titel „Parapol“ und da bin ich, neben Erik Albrodt, bisher einer der Autoren.

Welche Verbindung hast du zu „Hellboy“? Kennst du auch den Comic, die Filme usw. (…)?
Hellboy war mir natürlich schon vor dem Wettbewerb ein Begriff, immerhin ist der Rote längst in der Popkultur angekommen, ich muss allerdings gestehen, dass ich nicht alle Folgen der Comics kenne. Trotzdem hätte ich die Frage „Mit welcher Comicfigur würdest Du gerne mal ein Bierchen zischen?“ immer und ohne zu zögern mit „Hellboy!“ geantwortet.
Die Filme habe ich beide mehrfach gesehen, das letzte Mal, als ich als Gewinner des Skriptwettbewerbs feststand. Da musste ich ans DVD-Regal gehen und die beiden Filme noch mal hervorholen, die ich mir dann mit einem diebischen Grinsen im Gesicht noch mal reingefahren habe.
Komischerweise springt mir Hellboy seit dem Wettbewerb immer sofort ins Auge, ich habe bspw. vor kurzem erneut die Sin City Comics gelesen und mir ist erst jetzt bewusst der kleine Hellboy-Cameo in „Hell and back“ aufgefallen.

Wenn du es dir aussuchen könntest, welcher der Charaktere aus Hellboy wärest du gern einmal?
Was für ne Frage! Hellboy natürlich! Eine Steinfaust, Dämonen den Popo versohlen, immer den perfekten One-Liner auf den Lippen und ständig ne dicke Zigarre zwischen den Zähnen. Wenn das mal nicht der Traum eines jeden Mannes ist! Da würde ich sogar das regelmäßige abhobeln der Hörner in Kauf nehmen.

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